Samstag, 10. Juli 2010
Melodies from heaven
Das war er nun also, mein 1. Auftritt mit dem Oxford Gospel Choir.
Ich muss schon sagen, das war doch sehr schön!

wir haben ne ganze Menge Einsätze verpasst, aber das hat das Publikum nicht gestört. Obwohl Engländer ja eher reserviert sind, haben sie am Ende getobt.

Aber lasst mich vorne anfangen. Wir sind im Dunkeln auf die Bühne gegangen, bei Vogelgezwitscher und Donner aus der Konserve. Dann haben wir die Hände gerieben, mit den Fingern geschnippst und auf die Schenkel geklatscht, um den zunehmenden Regen zu symbolisieren. Schließlich sind wir dann noch hochgesprungen, um beim runterkommen Donner zu erzeugen. Und dann gingen langsam die Lampen an und wir sangen "Africa" von Toto.

Tosender Applaus! Da läuft einem dann beim Konzert nicht nur der Schweiß, sondern auch schon mal der eine oder andere Schauer über den Rücken.

Wir haben auch einen tollen Entertainer, der die Ansagen nur so aus dem Ärmel schüttelt. Mit ganz netter, sympathischer Stimme und viel Witz und Charme.
Dass sich unsere Coductors abwechseln, hatte ich schon geschrieben. Teilweise haben sie gleichzeitig dirigiert und Solos gesungen. Echte Multitalente. Zur Begleitung hatten wir diesmal eine ganze Band: Die KlavierspielerInnen (ja, 2!), natürlich die Buschtrommeln, Rasseln etc. und dann Schlagzeug und Baßgitarre.

Ich habe auch nicht den Fisch gemacht, dazu war ich viel zu aufgeregt. "I'm so excited" war auch eines unserer Lieder. Wie passend.

Heute abend gibt es dann das Gleiche nochmal. Es ist auch fast ausverkauft. Das ist gut. Der Konzerterlös geht an "train"-Jugendarbeit auf Didcot's Straßen. Da werden Kindern, die in ihrer Freizeit nur abhängen und rumgammeln, Angebote gemacht.

Drückt mir die Daumen für das nächste Konzert.

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Mittwoch, 7. Juli 2010
Die Zeit vergeht
Gestern dann die ultimativ letzte Chorprobe, die beinahe mit allgemeiner Meuterei geendet hätte. Ich übertreibe ein wenig. Aber es ist schon schwierig, die Einsätze hinzubekommen, wenn wir ohne Noten und Unterlagen singen und die Conductor bei "Melodies from heaven" in den Himmel sieht, anstatt mal irgendeinen Einsatz anzugeben.

Ich bin nicht die einzige Person, der das aufgefallen ist. Und dass der Events-Choir, der vorher schon eine Stunde Probe hatte, alle Lieder nochmal zwischen unseren Lieder singen musste, spricht auch für sich. Immerhin nehmen wir 10 Pfund Eintritt.

Tja, die Nerven liegen also relativ blank. Ich kenne immer noch nicht alle Lieder oder Texte. Werde mich jetzt wirklich mit youtube behelfen müssen oder ich spiele den Fisch beim Auftritt.

Wir wurden beauftragt, dafür zu sorgen, dass wir beim Auftritt nicht dehydriert sind. Dazu sollen wir 3 Tage vor dem Auftritt immer reichlich trinken. Ich hab dann heute mal mit einem Glas Rotwein begonnen. Das ist eh die beste Medizin gegen Nervosität. Ach nein, eigentlich beugt es Arterienverkalkung vor.

Außerdem habe ich schon einen Plan für Sonntag: Ausschlafen und nichts tun.

Damit es nicht so langweilig wird, folgen hier ein paar schöne Kirchturmuhrfotos aus den Cotswolds.
Kirchturmuhr

Als ich heute nach Hause kam, kam gleichzeitig mit mir ein Parcel Service an. Und das Paket war für unsere zuhause-Arbeiterin. Ich also reingestürmt und ihren Namen gerufen. Ich verstummte sofort, denn sie war gerade am Verhandeln eines richtig großen Geschäfts (big deal) und kam eine Stunde später völlig verschwitzt aus dem Zimmer.

Nur dumm, dass das der Dining-Room ist, der gleichzeitig Durchgangszimmer zu fast allen anderen Zimmern ist. Es war also quasi unmöglich, nicht zu stören. Na, von den Andern hab ich mir gleich anhören müssen, ich wäre wohl die lauteste Person hier in dieser WG. Ich antwortete: "I completely agree" und wir haben vorsichtig, nicht zu laut, gelacht.


Kirchturmuhr

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