Donnerstag, 21. Januar 2010
Museen
Oxford hat reichlich Museen. Von meinem Besuch im Pitt Rivers Museum http://www.prm.ox.ac.uk/ hatte ich schon berichtet.

Um dorthin zu kommen, musste ich erstmal hier durch:
http://www.oum.ox.ac.uk/, das Oxford University Museum of Natural History.
Wer je im Naturkundemuseum in Berlin unter den Linden war: Oxford kann in allen Punkten mithalten. Gigantisch viele Saurierskelette, eine riesige Mineraliensammlung und massenhaft aufgespießte Insekten.

Einiges darf sogar angefasst werden. Ausgestopfte Tiere und glattgeschliffene Steinquader, eine Schlangenhaut und mehr. Dieses Museum kostet übrigens keinen Eintritt, ebenso wie das Pitt Rivers. Es wird allerdings je um eine Spende in Höhe von 2 Pfund gebeten.

Architektonisch bietet das Naturkundemuseum auch so Einiges. Allein die Marmorsäulen, jede aus einem anderen Stein geschliffen, sind eine eigene Sehenwürdigkeit. Das Dach ist aus Glas mit schmiedeeiserner Konstruktion.

Ebenso preisgünstig ist das Museum der Geschichte der Naturwissenschaften: http://www.mhs.ox.ac.uk/
Insbesondere Fans von Optik und Astronomie dürften hier voll auf ihre Kosten kommen.
Alte Gebäude und die dazugehörigen Gerüche sollten Besucher ebenso mögen.

Meine nächsten Stationen werden die Christ Kirche sein http://www.chch.ox.ac.uk/, in der Lewis Caroll "Alice im Wunderland" schrieb; sowie die Bodleian Bibliothek http://www.ouls.ox.ac.uk/bodley/.

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Mittwoch, 20. Januar 2010
Schneechaos
Heute hat es geschneit. Anstosst, über das vergangene Schneechaos zu berichten.

Mein Kollege, der frisch aus dem Urlaub in Panama zurück ist, las seine 600 emails. Und staunte: Das Culham Science Center war 2,5 Tage geschlossen wegen Schnee. (mehrere emails an "alle").

Es hatte Anfang Januar ca. 15 cm geschneit. Ein Engländer wartet einfach, bis der Schnee wieder taut. 15 cm, die dazu noch eine ganze Woche liegen blieben, sowas gibt es hier nur alle 20 Jahre. Mein Kollege hat also dieses seltene Naturereignis verpasst.

Warum also für diesen unwahrscheinlichen Ernstfall vorsorgen? Auch vor dem Haus wird nicht gefegt und ich weiss nun auch, warum das so ist: Wer gefegt hat, ist verantwortlich, falls jemand stürzt. Wer nicht gefegt hat, den trifft keine Schuld. Also wird nicht gefegt. Also wird das ganze Forschungsinstitut geschlossen.

Und: es funktioniert normalerweise auch, denn der Schnee schmilzt.
Ich, todesmutig das Auto enteist, freue mich, dass ich meine Winterreifen dabeihabe. Mein Zimmernachbar völlig entgeistert: Bei diesem Wetter fährt man nicht zur Arbeit! Stimmt. Auf dem ganzen Gelände nur ein paar in der Nähe wohnende und die Deutschen. Meine Kollegen wurden sogar am nächsten Tag an der Pforte abgewiesen, dabei darf man sonst dort Tag und Nacht rein zum arbeiten.

Da der Schnee aber eine ganze Woche lag und tagsüber anschmolz und nachts wieder anfror, war es dann wirklich höllisch glatt und arg gefährlich. Sowohl als Fußgänger als auch mit dem Auto. Vom Rad zu schweigen. Das war dann kein Grund, die Site zu schliessen. Stattdessen wurde bis auf Weiteres ein Tempolimit eingeführt (normal 30mph entspricht 48 km/h, jetzt 20 mph) und mittlerweile gibt es sogar speed cameras auf dem Gelände, die für die Einhaltung desselben sorgen. Jetzt bin ich wirklich gespannt, wann das wieder aufgehoben wird.

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