Dienstag, 26. Oktober 2010
Review
Wenn sich der Aufenthalt im Institut dem Ende zuneigt, werden die Dokumente fällig. System Maintenance Guides für alle meine Projekte. Und eigentlich auch System test scripts. Aber dafür habe ich ja den Herrn Hudson.

Da ich eine vielköpfige Sagengestalt bearbeite, sind es also viele kleine Köpfe, äh, Projekte. Damit ich das dann auch alles ordentlich mache und jemand anders 'ne Chance hat, die Arbeit zu übernehmen, muss es jemand gegenlesen. Diese Person ist dann reviewer.

Natürlicherweise bietet sich mein Gegenüber dafür an.
Er wird auch die Sagengestalt in Zukunft füttern, dafür darf er dann andere Projekte an eine andere Person abgeben. Dies ist zu allgemeiner Zufriedenheit, weil mein Gegenüber gern flexibel ist und die andere Person java und eclipse doof findet, aber ein Fan von Winzigweich und C sharp ist und dann mit C plus plus auch gut (besser) bedient ist. Alle sind also happy.
(Jaja, diese IT-Leute und ihre sagenhafte Namensgebung...)

Nun hat aber mein Gegenüber einen straffen Terminplan und die Dokumente liegen so auf seinem Schreibtisch rum. Klaus kennt das Spiel.
Ich dachte, ich bin besonders clever und finde noch andere Personen zum Review. In der Hoffnung, dass die dann schneller sind und ich damit das Gegenüber heimlich unter Druck setzen kann im Sinne von: Guck mal, der Mime des rumänischen Engel hat schon seine Kommentare hinterlassen. Sieh mal, der junge Schreckliche hat mir schon Tipps gegeben, meine Dokumente zu verbessern.

Nun ja, das hat erstmal nicht geklappt. Ich habe dann stattdessen meinem Gegenüber gesagt, das wär garnicht schlimmer als die Reaktionszeiten des Mimen und des Jungen.
War eigentlich witzig gemeint, aber ich habe wohl den britischen Humor nicht getroffen. Oder sein schlechtes Gewissen war größer.

Jedenfalls erwarte ich vorläufig keine Kommentare. Aber dann, wenn ich bestimmt keine Zeit mehr habe (so Mitte Dezember und ich soll noch fix 'n paar weitere Köpfe an die Sagengestalt basteln), dann werden sie sicher mit tollen Verbesserungs-Vorschlägen oder verheerender Kritik kommen, die ich dann vermutlich leider nicht mehr einarbeiten kann.

In der Zwischenzeit habe ich mir aber ein Lob von dem Haarling und seiner Band abgeholt, das ist auch schonmal was. SOO verheerend wird es also nicht werden.

Ich nehm's sportlich.

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Montag, 18. Oktober 2010
Indian Summer @ Harcourt Arboretum
Ich sollte mein Blog Arboretum nennen...

In der Natur kann ich so schön entspannen und mit dem Fotoapparat dank der digitalen Revolution ohne Reue immer draufhalten.

Hier die schönsten Sonntags-Fotos:

Zunächst einmal der zahme Pfau. Er ließ sich vor mir in der Sonne nieder. Vor allem eines wollte er nicht verpassen: Den Moment, in dem ich den Reißverschluß meines Rucksacks öffne und die Leckereien raushole. Gut antrainierter Reflex, nur mein Rucksack enthielt lediglich etwas stilles Wasser.
nochmal der Pfau

Endlich sind die Blätter rot und der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite. Wie Ihr sehen könnt, spielt auch das Wetter mit. In der Sonne auf der Bank ließ es sich aushalten.
Herbst

Diese Bank hier ist romantisch grün bemoost, also durchaus fotogen, aber leider daher auch unbenutzbar. Aber es gibt genügend andere.
romantische Bank

Blick auf das Feld. Allgegenwärtig die nahe Themse (nicht zu sehen, aber within walking distance) und die Strommaste von Didcot, unserem lokalen Energieversorger.
Die typische Landschaft hier.
Feld

Oh, was ist das? Da hat sich doch ein Maulwurf in den englischen Rasen geschlichen. Es gibt sie also doch, auch im Arboretum und nicht nur auf der Farm. Um diesen Rasen in Deutschland hinzubekommen, braucht's schon eine Rasenheizung. Und hier laufen und trampeln jeden Tag hunderte Kinder drauf rum, wenn sie die Pfauen jagen.
Maulwurfshügel

Der Rhododendron legt sich nochmal ins Zeug.
Rhododendron

Ach, schön war's. Ein netter Sonntagsspaziergang.
Blätter

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