Sonntag, 18. Juli 2010
Oxford - Christ Church
Nachdem ich nun doch wieder hier in Oxfordshire bin, kann ich ja die Zeit nutzen, um all die Dinge zu machen, die ich mir noch vorgenommen habe.
Zunächst suche ich meinen Jahrespass für Blenheim Palace, aber der bleibt unauffindbar.

Also geht es rein nach Oxford. Ich habe die Idee, die Christ Church von innen anzusehen. Die Kirche, in der Lewis Carroll Alice im Wunderland geschrieben hat. Sie macht erst 14 Uhr auf am Sonntag, also gehe ich solange in den botanischen Garten. Der ist doch sehr schön.
Springbrunnen
Im Gewächshaus wachsen riesige Passionsfrüchte (Maracujas).
riesige Passionsfrucht
Und draußen blühen die Stauden in Hochform.
Blumen
Schliesslich ist es Hochsommer. Auch wenn ich mit Jacke vorm Springbrunnen saß. Später kam noch die Sonne heraus.

Also zurück zur Christ Church. Oh, was ist das?
Warteschlange vor der Christ Church
Eine riesige Schlange, allein Hunderte Japaner. Es muss wohl so langsam Hochsaison in Oxford sein. Ich glaube, ich komme im Herbst wieder. In der Zwischenzeit sollte ich Oxfords City meiden und die umliegenden Städte besuchen. Oder ich stelle mir den Wecker, so dass ich am Samstag um 9 vor der Kirche stehe, wenn sie öffnet.

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Lyme Regis
Lyme Regis ist ein Städtchen an der Südküste von Devon.
Um dorthin zu gelangen, heisst es erstmal eine gut zweieinhalbstündige Autofahrt unternehmen. Erst Schnellstraße, dann an stonehenge vorbei.
Die letzte Stunde immer auf schmalen Straßen durch die hügelige Landschaft schlängeln, durch romantische Täler, voll von Bäumen beschattete Straßen, schnuckelige Städtchen und Dörfer und natürlich an jeder Menge Hecken vorbei.

Steinreich ist die Gegend um Lyme Regis! Steinreich und reich an Fossilien.
Hier ein Künstler, der Steine balanciert.
ein Künstler balanciert Steine am Stand
Die meisten Leute sind aber wegen diesem hier:
Versteinerung
natürlich die Westentaschen-Variante davon.
Dazu nehmen die Leute ihre Geologen-Hämmerchen mit und hämmern wahllos auf alle grauen Steine ein in der Hoffnung auf Fossilfunde. Und die Steine tun ihnen den Gefallen und fallen in schmale Scheiben auseinander.

Nicht umsonst nennt man die Küste dort die Jurassic-Coast. Sie gehört zum Weltkulturerbe. Wobei ich noch nie kapiert habe, wie Natur zu Kultur-Erbe gehören kann. Aber egal.
Hier sind sogar die Pflanzen direkt dem Jura entsprungen.
Farne
Es gibt Farne und Schachtelhalme.
Ich unterhalte mich nett mit einem Wanderer. Genauer gesagt er fragt mich aus. Und ich lerne wieder was dazu: "Boffin" und "I'd rather spend a week with someone than a fortnight". Ich revanchiere mich mit "Mit jemandem ist nicht gut Kirschen essen".

Aber Lyme Regis ist auch ein ganz normales englisches Seebad mit Strandpromenade.
Promenade
Englisches Eis ist lecker, Fish & Chips ist auch okay. Wobei ich gerade noch verhindern kann, dass sie mir das mit Essig verhunzen. Dafür muss ich den Ketchup extra bezahlen.

Hier ein Blick auf den Hafen vom Jane-Austen-Garten aus gesehen. Mit der typischen Palme im Vordergrund, die in allen Bädern zu finden ist.
der Strand vom Jane Austen Garten aus gesehen
Wo wir schon im Garten sind, hier noch ein Blick auf die Küste in Richtung Ost.
Blick auf die Küste vom Garten

Es gibt auch hier Camper mit allen Arten von Campingwagen oder mit kleinen Hütten, die wie Perlenketten aneinandergereiht sind.
Die Camper

Der Coast-Path nach Ost ist leider gesperrt wegen Geröll. Die Küste lebt eben. Wind und Wasser zollen ihren Tribut.
Zum Baden ist es mir zu kalt. Bin wohl pool-verzärtelt. Hier gehen eh alle nur mit Neoprenanzug baden und das ist wohl auch das passende Outfit für das Wasser.
Bei Ebbe macht das Fossiliensuchen dann besonders Spass, weil dann das Wattenmeer freiliegt. Es gibt alles was das Herz begehrt: Sand, Modder, Steine von klein bis riesig, Felsen, stinkende Algen, Muscheln.

Am Abend dann stelle ich fest, dass mein Heimweh nach der Ostsee immer noch da ist. Oder vielleicht will ich einfach nur nach Hause (Vorpommern)?

Übernachtung ist nun nicht mehr zu bekommen. "No Vacancies" auf allen Schildern. Zuhause (England) komme ich gerade recht: Der Däne aus den En Suite Zimmer (Zimmer mit eigenem Bad) hat Geburtstag und alle sitzen an langer Tafel und für mich ist auch genug da. Und es ist alles selbst gekocht und schmeckt richtig gut. Sie nennen es Roast. Aber es gibt natürlich auch jede Menge Vegetables, bei den Engländern wird eh nicht so viel Fleisch gegessen.
Tja und dann tanzt mal wieder der Bär. Die WII läuft auf Hochtouren, erst Band, dann Tanz.

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Montag, 12. Juli 2010
Ich wasche meine Hände in Unschuld
Heute nun die versprochene englische Klempner-Handwerkskunst-Kollektion.
typisches englisches Waschbecken
Hier seht Ihr das typische englische Waschbecken mit separatem Warm- und Kaltwasserhahn und der obligatorischen Warnung, dass das Wasser heiß ist. Das ist es auch, allerdings erst später. Und Stöpsel gibts vielleicht in 50% der Fälle.
Das kleine gelbe Schild: Caution hot water hängt in dieser Toilette (loo) auch nochmal extra groß daneben.

Damit das Händewaschen nicht vergessen wird, hilft diese Aufforderung:
wash hands.

So, heiß und kalt kennen wir nun schon.
hot, cold and pure
Und was ist das? hot, cold and pure??

Aber es geht noch besser: Dieses Teil befindet sich mitsamt Erklärung auf einer Toilette.
to be used for ...
To be used for opening and closing the windows. Please do not remove.
Zum Öffnen und schließen der Fenster. Bitte nicht entfernen.

Ja da ist der Wurm drin. Oder die Raupe dran. Sind sie nicht wunderschön in ihrem Tigerentenoutfit?
Raupe im Tigerenten outfit
Leider kann man die vielen feinen Häärchen der Tiere nicht erkennen. Doch ein Fall für eine bessere Kamera.

Dies hier ist übrigens mein Arbeitsweg in der Sommerhitze.
Mein Arbeitsweg in der Sommerhitze
Englische Sommerhitze ist mit deutscher oder südafrikanischer nicht vergleichbar. Aber der Körper gewöhnt sich dran und empfindet alles über 25° als reichlich unerträglich.

Da hilft dann nur noch ein kühles Bad oder ein kühles Cider im Biergarten.
biergarten
Hier in Oxford. Was Ihr an dem Bild sehr schön sehen könnt, ist, wie liebevoll die alten Häuser und deren Fenster in ihrer Art erhalten werden. Niemand würde dies hier modernisieren. Lieber den ganzen Winter bibbern und den ganzen Sommer schwitzen. Typisch englisch.

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